Zu schnell auf der Friedensbrücke
FDP verlangt Tempolimit zur Schulwegsicherheit

Kleinmachnow · „Zum dritten Mal in kurzer Folge ist in diesen Tagen auf der Südseite der Friedensbrücke ein Auto aus der Kurve geflogen“. Der Aufprall des schleudernden Fahrzeugs am Straßenrand sei so gewaltig gewesen, dass der massive Mast der großen Straßenlaterne am Zehlendorfer Damm gleich neben der Einmündung zum Weinberg aus seinem Fundament geschoben worden ist. FDP-Gemeindevertreter MICHAEL LIPPOLDT berichtet mit Besorgnis von dieser Häufung der Ereignisse. Denn der Ort der Unfälle gilt bei Schulen und Eltern als Gefahrenschwerpunkt auf dem Schulweg ins Weinbergviertel und zum Schwarzen Weg. Von den Crashs, die an Alleebäumen, Bordsteinkanten oder wie jetzt an einer Laterne enden, mit Folgen vom Achsbruch bis zum Totalschaden, lese man selten im Polizeibericht der Zeitung, weil sie bisher zum Glück meist ohne schwerwiegende Personenschäden ausgegangen seien. „Wir müssen die Schulkinder schützen, die hier im Einmündungsbereich täglich tausendfach zu Fuß oder mit dem Rad zu den zahlreichen Bildungseinrichtungen unterwegs sind – und zwar bevor etwas passiert ist.“ Mit Tempo 30 und dem Warnzeichen „Schulkinder“ sei zu schnelles Fahren auf der Friedensbrücke zu unterbinden, fordert der FDP-Abgeordnete. Bereits im September des Jahres habe die FDP-Fraktion den einhelligen Vorschlag der Schulen dazu in die Gemeindevertretung eingebracht. Der Bürgermeisters habe zugesagt, sich der Umsetzung anzunehmen. Die FDP hat das Anliegen jetzt gemeinsam mit den Fraktionen der WIR, Bündnis 90/Die Grünen und BiK noch einmal dem Ortsparlament zur Zustimmung vorgelegt, damit der Bürgermeister unverzüglich tätig wird.

Wie LIPPOLDT ergänzt, ist der Antrag „30 auf der Friedensbrücke“ Teil eines mit den Schulen entwickelten Gesamtkonzepts für Schulwegsicherheit am Weinberg und am Schwarzen Weg. Eine besser gesicherte Querung am Zehlendorfer Damm/Friedensbrücke gehöre ebenso dazu wie die Herrichtung eines Fußwegs für die Schulen durchgängig vom Zehlendorfer Damm bis zum Schwarzen Weg. Schutz und Vorrang für Radfahrer solle endlich durch Ausweisung dieser Hauptverbindung des Radverkehrs als „Fahrradstraße“ erreicht werden. Nun sei die Verwaltung am Zug. Sie soll der Gemeindevertretung bis spätestens zur Sitzung im kommenden März einen Zeit- und Maßnahmenplan vorlegen, heißt es dazu in dem Gemeinschaftsantrag.

Die FDP-Fraktion berichtet in diesem Zusammenhang über wichtige Sicherheitsfortschritte am Schwarzen Weg. Nach dem Zebrastreifen im vergangenen Monat sei dort seit letzter Woche endlich auch Tempo 30 tagsüber auf dem Abschnitt vor den Schulen angeordnet. Dafür hätten sich alle Fraktionen der Gemeindevertretung wie auch die Verwaltung lange und nachdrücklich eingesetzt.