Wieder Crash an der Friedensbrücke
FDP-Fraktion fordert Tempo 30 für Schulwegsicherheit

Kleinmachnow · Erneut ist jetzt auf der Südseite der Friedensbrücke ein Auto wegen überhöhter Geschwindigkeit aus der Kurve geflogen, über Fuß- und Radweg durch ein Wohngrundstück geschleudert und auf der Böschung des Kanalufers gelandet. Dabei wurden die stählernen Pfosten eines Zaunes samt Tor sowie der Mast eines Verkehrsschildes wie Streichhölzer geknickt und niedergewalzt. FDP-Gemeindevertreter MICHAEL LIPPOLDT berichtet mit Besorgnis von der Häufung solcher Unfälle an dieser Stelle. Denn die Friedensbrücke gilt bei Schulen und Eltern als Gefahrenschwerpunkt auf dem Schulweg ins Weinbergviertel und zum Schwarzen Weg. Von den Crashs, die an Alleebäumen, Bordsteinkanten, an Straßenlaternen oder wie diesmal auf der Kanalböschung enden, lese man selten im Polizeibericht, weil sie bisher meist ohne schwerwiegende Personenschäden ausgegangen seien. „Wir müssen die Schulkinder schützen, die hier im Einmündungsbereich täglich tausendfach zu Fuß oder mit dem Rad zu den zahlreichen Bildungseinrichtungen unterwegs sind – und zwar bevor ihnen etwas zustößt.“ Mit Tempo 30 und dem Warnzeichen „Schulkinder“ sei zu schnelles Fahren auf der Friedensbrücke zu unterbinden.

FDP-Fraktionsvorsitzende KORNELIA KIMPFEL ergänzt, dass die Forderung „30 auf der Friedensbrücke“ Teil eines mit den Schulen entwickelten Gesamtkonzepts für Schulwegsicherheit am Weinberg und am Schwarzen Weg ist. Mit dessen Umsetzung sei der Bürgermeister von der Gemeindevertretung einstimmig schon im Dezember vergangenen Jahres beauftragt worden. Eine besser gesicherte Querung am Zehlendorfer Damm/Friedensbrücke gehöre ebenso dazu wie die Herrichtung eines Fußwegs für die Schulen auf der Westseite der Straße Am Weinberg durchgängig vom Zehlendorfer Damm bis zum Schwarzen Weg. Schutz und Vorrang für Radfahrer solle im Viertel endlich durch Ausweisung dieser Hauptverbindung des Radverkehrs als „Fahrradstraße“ erreicht werden.

Die FDP-Fraktion bedauert, dass ein erster Antrag Kleinmachnows bei der Unteren Straßenverkehrsbehörde des Landkreises für Tempo 30 auf der Friedensbrücke im September des Jahres abgelehnt worden ist und die Gemeinde es unterlassen hat, rechtzeitig und mit guter Begründung Widerspruch hiergegen einzulegen. Der Verkehrsausschuss und der Bauausschuss, so die FDP-Fraktion, haben in ihren jüngsten Sitzungen den Bürgermeister deshalb aufgefordert, unverzüglich einen neuen Antrag beim Landkreis zu stellen. Die Unfallgefahr auf der Friedensbrücke, die zusätzlich durch ihre besonders bei dieser Jahreszeit gefährlich glitschigen Holzbeläge auf Fuß- und Radweg noch erhöht wird, erlaubt kein weiteres Zuwarten.