VOGDT: Infrastruktur ist Aufgabe des Staates

Potsdam · Zur Forderung des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung, die Abwanderung aus dünn besiedelten Gebieten mit Prämien zu unterstützen, erklärt die stellvertretende Landesvorsitzende Marion VOGDT:

Es ist die ureigenste Aufgabe des Staates, für ausreichende Infrastruktur zu sorgen. Wenn das Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung Menschen in dünn besiedelten Gebieten mit Prämien zum Weggehen animieren will, widerspricht dies nicht nur der Bundes- und Landespolitik seit der Wiedervereinigung, sondern auch der Fürsorgepflicht des Staates.

Eine Prämie würde vor allem junge und mobile Menschen dazu veranlassen, ihrer Heimat endgültig den Rücken zu kehren. Der jetzt schon vorhandene Fachkräftemangel würde noch forciert, die letzten funktionierenden Betriebe in dünn besiedelten Gebieten weiter belastet.

Anstatt noch die letzten Arbeitskräfte zum Fortgehen zu bewegen, sollte man sich lieber auf Konzepte konzentrieren, die wirtschaftsnahe Infrastruktur so zu gestalten, dass sich neue Unternehmen ansiedeln.