Kleinmachnow │ Schweine ohne Ende

Wildschweine in Kleinmachnow
Wildschweine in Kleinmachnow

Kleinmachnow · Wildschweine in Kleinmachnow gibt es nicht erst seit gestern. Wir wissen, welche Schäden diese Nacht für Nacht anrichten. Maßnahmen dagegen hätten also ergriffen werden können. Sitzt der Bürgermeister von Kleinmachnow das Problem lieber wieder aus? Schiebt er die Schuld lieber dem Land Berlin und den vermeintlich fütternden und kompostierenden Bürgern zu?

Jüngst hatte sich der UVO-Ausschuss der Gemeindevertretung mit dem Thema Wildschweine in Kleinmachnow befasst. FDP-Gemeindevertreter Norbert Gutheins hatte dort u. a. den Vorschlag unterbreitet, auch mal über Wildschutzzäune nach zu denken. In anderen Bundesländern hat sich dies bewährt. Denn die meisten Laufwege sind bekannt. Zudem besteht bereits heute eine natürliche Abgrenzung, u. a. mit dem Teltowkanal und den bereits aufgestellten Zäunen an der Autobahn.

Die direkte Reaktion des Bürgermeisters, „man wolle nicht wieder die Mauer aufbauen“, zeigte denn auch eine gewisse Hilflosigkeit gegenüber dem Problem vieler Kleinmachnower, genauso wie auch eine von ihm eilig einberufene Informationsveranstaltung zum Thema Wildschweine. Wer dort war, der weiß jetzt, dass der Bürgermeister die Schuld für die Wildschweinsituation den Bürgern anlastet. Sie würden die Wildschweine füttern und Grünabfälle kompostieren. Das geht am Thema vorbei. Sinnvoller wäre es gewesen, nach Lösungsmöglichkeiten zu suchen. Diese liegen in der bewussten Lenkung der Laufwege wie auch durchaus in Dezimierungsansätzen – außerhalb von Kleinmachnow.

Und wenn wir schon einmal bei den Grünabfällen sind. Warum ist deren Entsorgung in Kleinmachnow eigentlich teurer als die Entsorgung von Elektroschrott oder Farbresten? Ein Bürgermeister muss nicht nur die Verwaltungsabläufe kennen, er muss auch pragmatisch sein. Er muss Lösungen für seine Bürger suchen und bereitstellen. Hilflosigkeit und Abschieben von Problemen auf Andere hilft nicht weiter!