Kleinmachnower Tagespflegeeltern nicht im Regen stehen lassen
FDP fordert finanzielle Unterstützung

Kleinmachnow · Die Kleinmachnower Tagespflegeeltern, die seit dem 1. Januar 2009 nicht mehr kostendeckend arbeiten können, haben auf Antrag der FDP im Finanzausschuss der Kleinmachnower Gemeindevertretung Unterstützung gefunden. Der Antrag der FDP-Abgeordneten MARION VOGDT auf Zulage von 50 Cent pro Kind und Stunde fand über alle Fraktionsgrenzen hinweg breiteste Unterstützung. VOGDT: „Ein großes Signal und ein Schritt in die richtige Richtung!“

Die Tagespflegeeltern erhalten derzeit vom Kreis 2,07 Euro pro Kind und Stunde. Bisher war dieser Betrag steuer- und abgabenfrei. Das hat sich am 1. Januar geändert, es müssen jetzt Steuern und Versicherungsbeiträge darauf gezahlt werden. Eine Tagesmutter hat ab Januar 2009 bei 9 Stunden Arbeit mit 5 Kindern nach Abzug von Steuern und Sozialleistungen ein Einkommen von nur noch 261,89 Euro im Monat. Davon kann niemand leben oder gar eine Familie ernähren. Die ersten Pflegestellen in Kleinmachnow sind dieser Gesetzesänderung bereits zum Opfer gefallen.

Der Kreistag hat noch nicht entschieden, ob und in welcher Höhe der Pflegesatz verändert wird.

„Hier ist dringend Hilfe notwendig“, mahnt MARION VOGDT. „Im Interesse unserer Kinder muss die Tagespflege unterstützt werden.“