KIMPFEL: Und sie bewegt sich doch

Kleinmachnow · „Und sie bewegt sich doch“, so könnte man die Gemeindevertretersitzung vom 19.02.2004 überschreiben. Hauptthema waren die Einrichtung eines Spezialausschusses zur Beratung von Fragen für die Seeberg-Entwicklung und für die dritte Grundschule.

Beim Seeberg geht es um den Ausgleich zwischen dem auf Gewinnmaximierung durch maximale Bebauung gerichteten Interessen des Grundstückseigentümers „Deutsche Telekom“ und dem Erhalt der dortigen beiden Schulen „Internationale Schule“ und „Waldorfschule“. Außerdem ging es um den Erhalt des Landschaftsschutzgebietes und der übrigen Grünflächen im Interesse der Gemeinde und ihrer Bürger.

Nach harten Verhandlungen einigte sich die CDU/FDP-Fraktion mit der SPD auf die Eckpunkte eines neu zu gründenden Seeberg-Ausschusses. Unterstützt wurden sie dabei von den Grünen und der Fraktion UBK/WIR. Der neue Ausschuss soll dann seine Ergebnisse bis zum Beginn des neuen Schuljahres vorlegen. Erstaunlich war, dass die PDS und die Pro-Kleinmachnow/Lokalunion meinten, Verwaltung und Hauptausschuss könnten dieses Problem bis August lösen. Die CDU/FDP-Fraktion fragt empört, warum das denn nicht in der letzten Legislaturperiode geschehen sei: „ Es muss uns doch allen klar sein, dass zur Lösung dieses recht komplexen Problems neue Wege beschritten werden müssen!“

Zum Thema „Dritte Grundschule“ meinte die PDS: „Hier sollen wegen ein paar Wahlversprechen überstürzte Entscheidungen aus dem Bauch heraus getroffen werden!“ Außerdem betonte sie, dass hier eine große Meinungsverschiedenheit zwischen den alteingesessenen Kleinmachnower Bürgern und den Neubürgern bestehe. Dagegen meinte Dr. Kornelia Kimpfel (FDP), man dürfe ein so dringendes Problem nicht immer wieder auf die „lange Bank“ schieben, schließlich sei die Anzahl der bald schulpflichtigen Kinder in Kleinmachnow seit langem bekannt. Außerdem dürfe doch gerade die PDS, die viele Lehrer zu ihren Mitgliedern zählt und sich die Jugendarbeit ausdrücklich auf ihre Fahnen geschrieben hat, nicht noch einen Keil zwischen die in Kleinmachnow geborenen und die neu zugezogenen Bürger treiben. „Wir sind schließlich alle Kleinmachnower“, so Dr. Kimpfel (FDP).