KIMPFEL: Palazzo Prozzo für die Eigenherdschule

Kleinmachnow · Dass wir in Kleinmachnow in der Eigenherdschule eine Turnhalle benötigen, ist schon wegen des Ausbaus der Schule auf vier Parallelklassen klar. Aber muss es denn gleich ein Bau mit 50 Tiefgaragenstellplätzen, einer Bühne und einer Galerie mit 199 Sitzplätzen für mehr als 2,5 Mio. Euro sein? Und jeder Euro muss über einen Kredit finanziert werden. Noch nicht enthalten in dieser Summe sind die Nachträge wie verschiebbare Trennwände zur Unterteilung der Turnhalle, eine Küche für Veranstaltungen und ein Fahrstuhl. Wer dies in Auftrag gegeben hat, konnte niemand von der Verwaltung in der letzten Bauausschusssitzung sagen. Auch die mit der Projektbetreuung beauftragte DEG (eine Tochter, die zu jeweils 50 % der Gemeinde und zu 50% Kondor Wessel gehört) war ratlos.

Beschlossen wurde der Bau der Turnhalle am 23.10.2003 vom Hauptausschuss. Weder der Bauausschuss, noch die Gemeindevertreter konnten darüber mit abstimmen.

Da es sich bei dem Bau einer Turnhalle eindeutig um einen Hochbau handelt, hätte laut Satzung der Bauausschuss darüber abstimmen müssen, meint Kornelia Kimpfel (FDP). Auch den Hinweiß, dass der Bauantrag schon eingereicht und somit nichts mehr zu ändern sei, mag die CDU/FDP-Fraktion nicht akzeptieren.

Kimpfel fordert die Einbeziehung des Bauausschusses und der Gemeindevertreter, die Rückführung des Baus auf eine – auch für Anwohner – verträgliche Größe und die Einhaltung der vom Hauptausschuss am 23.10.2003 beschlossenen finanziellen Obergrenze.