Kimpfel: Bebauungsplan Kiebitzberge – Weiter im Trüben fischen

Kleinmachnow · Gegen den am 13.03.2008 zur Abwägung empfohlenen B-Plan Entwurf trägt die Fraktionsvorsitzende der FDP Kleinmachnow, Dr. KORNELIA KIMPFEL, erhebliche Einwände vor. Der B-Plan war notwenig geworden, um das Baurecht für die bislang nicht genehmigten baulichen Anlagen des Sportforums und dessen Erschließung nachträglich zu sichern. Die bisherige provisorische Erschließung durch das Wohngebiet rund um die Tucholskyhöhe belastet besonders die Max-Reimann-Straße. Seit mehr als 10 Jahren wehren sich die Anwohner gegen die dadurch entstehende Verkehrsbelästigung.

Mit der mittlerweile bekannten fehlenden Sensibilität des Bürgermeisters soll nun diese für viele Anwohner unerträgliche Verkehrsbelästigung gesetzlich abgesichert werden. Dieser ausgelegte B-Plan Entwurf trägt deswegen weder der Befriedung bei noch den Interessen der Anwohner Rechnung. Städtebaulich betrachtet wirkt er sich für den Ort besonders nachteilig aus. Bereits die eigenwillige Festlegung des B-Plan-Gebietes zeigt die von Beginn an festgeschriebene Absicht des Bürgermeisters. Das Gebiet umfasst ausschließlich die Sportanlagen und für die beabsichtigte Erschließung die Fontane- und Eisler-Straße mit den daran angrenzenden Häusern. Es zerschneidet pikanterweise das Wohngebiet. Damit und auch im Umgang mit der vernachlässigten Grünanlage entlang des Zehlendorfer Dammes werden entwurflich die möglichen stadträumlichen Beziehungen nicht ausgeschöpft. Die Wohnqualität des Gebietes um die Tucholskyhöhe wird wie vom Bürgermeister beabsichtigt zerstört.

Diese stadtplanerische Ideenlosigkeit wird sich störend auf die weitere Ortsentwicklung auswirken. Das veranstaltete Theater mit Verkehrsplanern und Stadtplanungsjuristen hatte nur einen Zweck: Die ursprüngliche Absicht des Bürgermeisters und seiner Helfer möglichst weitgehend juristisch abzusichern. Das Gegenteil wäre für eine kultivierte Ortsentwicklung notwendig gewesen, so der FDP-Gemeindevertreter FRED WEIGERT: „Das Wohngebiet hätte des Schutzes bedurft, die Sportanlagen einer selbstständigen störungsfreien Erschließung und die vernachlässigte Grünanlage entlang des Zehlendorfer Dammes einer Aufwertung für alle Kleinmachnower und Ihre Nachbarn.”