Gutheins: Landrat prozessiert lieber statt Bürger vor akuten Gesundheitsgefahren zu schützen

Kleinmachnow · “Es ist schon irrwitzig, dass sich 500 Mitarbeiter des Landratsamtes Belzig am Gesundheitstag Anfang Juni beteiligten, sich aber anscheinend kein einziger beim Kreis um die Gesundheit der Kleinmachnower Bürger kümmert,” kommentiert Kleinmachnows FDP-Chef NORBERT GUTHEINS die Vorgehensweise des Kreises bei der Asbest-Entsorgung auf dem FATH-Gelände in Kleinmachnow, das von Kindern und Jugendlichen oft als Abenteuerspielplatz genutzt wird. Seit Pfingsten 2008 ist den Orts- und Kreisbehörden der Verdacht auf offen herumliegendes Asbest auf der Industriebrache direkt neben einem öffentlich zugänglichen Weg bekannt. Die Kleinmachnower FDP hat durch Frank Vogdt, Professor für Bauphysik und Baukonstruktion an der TU Berlin eine mikroskopische Untersuchung vornehmen lassen. Seit Ende Mai steht nun gutachterlich fest, dass es sich bei dem Material um schwachgebundesnes Asbest handelt. Diese Tatsache hatte GUTHEINS sofort dem Ordnungsamt Kleinmachnow mitgeteilt, aber bis heute ist weder der Weg für die Öffentlichkeit durch die Behörden gesperrt worden, noch werden die Bürger durch Warntafeln darauf hingewiesen. Der Kreis will jetzt erst mal das Ende des Prozesses gegen den insolventen Grundstückseigentümer abwarten, um zu Klären wer die Kosten für die Asbest-Entsorgung tragen muss. Für GUTHEINS wird hier “das Pferd von hinten aufgezäumt. Wer hier zuerst nur die pekuniäre Seite beleuchtet und keine Sofortmaßnahmen einläutet, handelt nicht nur grob fahrlässig, sondern nimmt eine Gesundheitsgefährdung der Bevölkerung billigend in Kauf.”

Weitere Presseveröffentlichungen zum Thema:

PNN vom 16.05.2008

PNN vom 11.06.2008

MAZ vom 17.06.2008

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