FDP: Willkommensklassen für Flüchtlinge auch in Kleinmachnow

Flüchtlingskinder nach der Seenotrettung durch die Bundeswehr im Mittelmeer ©Bundeswehr/PAO/Mittelmeer
Flüchtlingskinder nach der Seenotrettung durch die Bundeswehr im Mittelmeer ©Bundeswehr/PAO/Mittelmeer

Kleinmachnow · Die FDP hat sich auf der letzten Ortsverbandssitzung mit der Situation der Flüchtlinge in Teltow, Stahnsdorf und Kleinmachnow befasst. Als Gast war Beate Apelt, Koordinatorin der Flüchtlingsarbeit in der evangelischen Kirchengemeinde, gekommen und informierte über ihre Erfahrungen und Schwierigkeiten.

Sie konnte berichten, dass das Angebot ehrenamtlicher Arbeit in unserer Gemeinde übergroß sei. So übersteigen allein die Sachspenden den tatsächlichen Bedarf vor Ort bei weitem. Auch das Angebot spezifischer Unterrichtsleistungen ist Dank engagierter Pädagogen und Erzieher groß – jedoch ist der Koordinationsbedarf erheblich. Ungewiss sei die weitere Entwicklung der Integration, wenn die Flüchtlinge einen gesicherten Aufenthaltsstatus haben und sich dann eigenständig auf Wohnungs- und Arbeitssuche begeben.

Von der Flüchtlingshilfe wird zurzeit ein Patenschaftsprogramm entwickelt, in dem der persönliche Beistand in den alltäglichen Herausforderungen oder einfach einmal ein gemeinsames Grillen angeboten werden kann. Als Begegnungsort dient z.Z. auch das Cafe in der Alten Schule gegenüber der alten Dorfkirche (jeweils am Sonntag, 14-17.00 Uhr) was von den Flüchtlingen und den Kleinmachnowern gut angenommen und von den ehrenamtlichen Helfern betrieben wird.

Das große persönliche Engagement von Beate Apelt, die all dies neben einer Vollzeittätigkeit bei der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit gestemmt bekommt, fand größte Anerkennung bei den Freien Demokraten.

Willkommensklassen auch in Kleinmachnow

Vor dem Hintergrund der Flüchtlingssituation spricht sich die FDP dafür aus, dass die sogenannten „Willkommensklassen“ nicht nur in Teltows und Stahnsdorfs Schulen, den Standorten der Flüchtlingsheime, sondern auch in Kleinmachnow zur Entlastung der Nachbarkommunen angeboten werden. Bei der zurückgehenden Schülerzahl in Kleinmachnow müsse das auch organisatorisch möglich sein – wie auch ein Transport der Schüler mit dem Bus zur jeweiligen Schule. Besonders zu begrüßen wäre nach Ansicht der FDP ein stärkeres Engagement der übergeordneten Verwaltungsverantwortlichen auf Kreisebene bei den unterschiedlichen und auch vielfältigen Entscheidungen, die Voraussetzung für die Flüchtlingsarbeit sind.

Wer Beate Apelt und die Flüchtlingsarbeit in TKS unterstützen möchte, kann unter der Email-Adresse oder www.hilfe-und-asyl.blogspot.de Kontakt zu ihr und der Evangelischen Auferstehungs-Kirchengemeinde Kleinmachnow aufnehmen.