FDP überzeugt Bauausschuss zu Lärmgutachten

Kleinmachnow · Beim Dauerproblem Autobahnlärm zeichnet sich ab, dass die Gemeinde endlich aktiv wird. Mit ihrem einstimmigen Votum für ein lärmschutztechnisches Gutachten haben die Abgeordneten im Bauausschuss am 17. Januar 2008 den Weg für die Vergabe vorbereitet. Die Vorsitzende der Kleinmachnower FDP-Fraktion, Dr. KORNELIA KIMPFEL, begrüßt die klare Entscheidung über alle Parteigrenzen hinweg. Sie mache einen Beschluss des Ortsparlaments bei seiner Zusammenkunft am 7. Februar möglich. Darauf sei der federführend von der FDP gemeinsam mit UBK/WIR und den Grünen im vergangenen Dezember eingebrachte Antrag ausgerichtet.

„Lärm macht krank“, begründet die FDP-Fraktionschefin den parlamentarischen Vorstoß gegen den Lärm von der Autobahn A 115, die über Kleinmachnower Gebiet am Europarc und auch an Wohnsiedlungen vorbei führt. Der Einsatz der Bürger gemeinsam mit der Arbeitsgruppe Verkehr der Lokalen Agenda 21 Kleinmachnow für mehr und besseren Schutz sei bislang daran gescheitert, dass seitens des Baulastträgers jeder zusätzliche Handlungsbedarf verneint worden ist. Dabei wachse seit dem Ausbau der Autobahn vor zehn Jahren auf sechs Fahrspuren die Belastung für die Menschen im Ort unablässig. „Wir verzeichnen heute ein Verkehrsaufkommen von etwa 70.000 Kfz/24 Stunden auf dem Streckenabschnitt im Gemeindegebiet. Nicht auszudenken, was auf die Anwohner zukommt, wenn demnächst die Prognosewerte erreicht werden, die bei über 130.000 Kfz/24 Stunden mit einem Lkw-Anteil von bis zu 45 % liegen“, untermauerte MICHAEL LIPPOLDT den Antrag im Bauausschuss. „Niemand hier will den Verkehr auf der A 115 verbieten. Was aber Not tut, ist mehr Schutz und Vorsorge für die vielen betroffenen Menschen“, fügt LIPPOLDT hinzu, der sich als Sachkundiger Einwohner der FDP im Bauausschuss für die Belange der Bürger einsetzt. Dazu brauche es eine umfassende lärmschutztechnische Untersuchung, die Standort, Länge und Höhe der vorhandenen Schutzwand ebenso einbezieht wie z. B. Gebäudereflexion, vorherrschende Windrichtung, Fahrgeschwindigkeit und Fahrbahnbelag. “Im Ergebnis“, so KIMPFEL, „erwarten wir von dem Gutachten konkrete Handlungsanweisungen für den Bund, das Land Brandenburg und die Gemeinde Kleinmachnow, damit wir den Bürger