FDP lehnt B-Plan-Entwurf für Weinberg ab

Kleinmachnow · Den in der letzten Kleinmachnower Gemeindevertretersitzung beschlossenen B-Plan-Entwurf für den Weinberg lehnte die FDP-Fraktion ab. “Wie so oft in dieser Gemeinde wurden konstruktive Vorschläge der betroffenen Anwohner von der Verwaltung nicht berücksichtigt”, bedauert die FDP-Fraktionsvorsitzende Dr. KORNELIA KIMPFEL.

Um nur drei Beispiele zu nennen:

  • Viele Grundstücke am Weinberg sind Hanggrundstücke. Die Umsetzung der im B-Plan festgelegten generellen Garagen-, Stellplatz- und Abstandsflächenregelungen wäre hier nur durch Abtragung und tiefe Einschnitte in das Gelände möglich. Die Anwohner fordern, dass auf allen Hanggrundstücken die Garagen in den Hang integriert werden dürfen und ihre Dächer begrünt werden können.
  • In allen neu erstellten B-Plänen werden die straßenseitigen Dachflächenfenster regelmäßig nicht gestattet. Im B-Plan Weinberg sollen sie nun auf Antrag der SPD erlaubt werden. Das dort häufig vorkommende Mansarddach soll dagegen künftig verboten sein.
  • Eine klare Benachteiligung sieht KIMPFEL auch für die Bewohner, deren Grundstücksgroße unter 500 qm bzw. über 800 qm liegt. Für diese hat die Verwaltung eine maximale Grundfläche der baulichen Anlagen von 100 qm bzw 160 qm festgelegt. Für Grundstücksgrößen über 500 qm bis 800 qm soll dagegen eine Grundflächenzahl (GRZ) für Hauptgebäude von 0,2 gelten, die für Nebenanlagen z.B. einen Abstellraum oder eine Garagen um bis zu 50 % überschritten werden kann. Die absurde Konsequenz: Ein Grundstück von 800 qm dürfte mit 240 qm ( 160 qm für das Haus und 80 qm für Nebenanlagen ) bebaut werden. Der Eigentümer mit 801 qm und mehr Grundstücksfläche müssten sich auf insgesamt max. 160 qm beschränken.

“Mit diesem B-Plan steht uns eine hohe Zahl von Prozessen ins Haus. Wir können die Forderung von FRED WEIGERT (FDP) nur immer weiter wiederholen, dass wir eine deutlich bessere Qualität von B-Plänen in Kleinmachnow benötigen, so die Fraktionsvorsitzende KIMPFEL.