FDP: Kirchbauprojekt sensibel planen

Kleinmachnow · Im Mai soll der Startschuss für den städtebaulichen Wettbewerb um den alten Kleinmachnower Dorfkern fallen. „Die Gemeindevertretung aber, die über den eventuellen Verkauf der Grundstücke für das Kirchbauprojekt entscheiden und auch den Bebauungsplan aufstellen muss, ist nicht informiert“, stellt KORNELIA KIMPFEL, die Vorsitzende der FDP-Fraktion im Ortsparlament, fest. Der Kirchenrat habe in einer Presseerklärung nach dem jüngsten Taufgottesdienst in der alten Dorfkirche erklärt, dass es sich hier um ein Entwicklungsprojekt der Kommune handelt, bei dem diese von der Kirchengemeinde „in planerischer als auch in sozialpolitischer Hinsicht“ unterstützt werden soll. „Da muss es doch auch selbstverständlich sein, dass die Gemeindevertretung über die Zusammensetzung der Wettbewerbsjury entscheidet und auch über die Ziele, die mit dem Projekt angesteuert werden“, betont die FDP-Fraktionschefin. In einer dringenden schriftlichen Anfrage an den Bürgermeister für die Sitzung der Gemeindevertretung am kommenden Donnerstag, dem 24.4.2008, habe sie umfassende Information und Aufklärung verlangt.

Die FDP sehe, so KIMPFEL, dass die Wiederbelebung des alten Ortskerns für Kleinmachnow ein Glücksfall werden könne. Dazu brauche es für die „historische Wiege der Gemeinde“ eine hohe Sensibilität und die besten dafür geeigneten Planer und Architekten. Die Integration des früheren Gilly-Herrenhauses und der Alten Hakeburg in die Planung sei unabdingbar. Dafür habe sich auch der Bauausschuss von Anfang an ausgesprochen. KIMPFEL plädiert dafür, die hohe Kompetenz, die im Förderverein „Altes Dorf“ versammelt ist, in alle weiteren Überlegungen einzubinden. Erforderlich sei darüber hinaus, die verkehrliche Erschließung in Abhängigkeit von gewünschten Nutzungen so zu klären, dass langfristig chaotische Folgen für den Ort, wie sie sich z.B. bei Realisierung der vorliegenden Seeberg-Planungen dort schon jetzt abzeichnen, ausgeschlossen sind.