FDP: Großer Beifall für Weinberg-Spaziergang

Kleinmachnow · Eng war es am vergangenen Samstagnachmittag an der Friedensbrücke. Rund sechzig Kleinmachnower Bürger hatten sich hier versammelt, die der Einladung des FDP-Ortsverbands zu einem Spaziergang mit Architekt Fred. G. Weigert durchs Weinbergviertel gefolgt waren. Der Termin am Vortag der Europäischen Woche der Mobilität war bewusst gewählt, weil das Motto „Straßen zum Leben“ exakt auch für den Spaziergang passte.

Weigert führte, informierte und erklärte, und seine Mit-Spaziergänger erlebten hier in Kleinmachnows Süden einmal mehr den Charakter der Wald- und Gartensiedlung, der Kleinmachnow früher überall so lebenswert gemacht hat. Viel zu erzählen gab es über die Baudenkmale am Weinberg und im Winzerweg, Eiermanns Villa Henckels, das Landhaus Koch, wo der Chronist von Kleinmachnow Heinz Koch geboren wurde, das Hausensemble des Architekten Lübbert, die drei so genannten Loose-Häuser und das Weinberggymnasium, gebaut nach den Plänen des Kleinmachnower Architekten Friedrich Blume. Nach dem Rundgang über die denkmalgeschützten Natursteinstraßen waren sich alle Teilnehmer einig, dass dieses Viertel in seiner einmaligen bau- und ortsgeschichtlichen Kombination zu erhalten ist, und die alten Straßen des Wohngebiets in ihrer ursprünglichen Bestimmung als Lebensraum, als „Straßen zum Leben“ gesichert werden müssen. Weigert fände es geradezu „barbarisch“, würde durch dieses Quartier eine Sammelstraße „geschlagen“, wie dies jüngst ein Verkehrsgutachten im Auftrag der Gemeinde wieder propagierte.

Norbert Gutheins, Vorsitzender der FDP Kleinmachnow, kündigte an, dass die FDP alsbald zur nächsten Wanderung mit Fred Weigert einladen werde.