FDP für maßvolle Erschließung des Seebergs

Kleinmachnow · Die FDP-Kleinmachnow bleibt bei der Ablehnung einer übermäßigen Bebauung auf dem Seeberg. Die Käufer des Grundstücks, die Internationale Schule (BBIS), möchte sich auf einem ca. 18.000 m2 großen Baugebiet dreigeschossige Bauten genehmigen lassen. Laut Bürgermeister Blasig würden die Kaufverhandlungen scheitern, wenn die Gemeinde dies der BBIS nicht zusagen würde.

Die Gemeindevertretung hat – auf ihrer letzten Sitzung in 2005 – mehrheitlich beschlossen, dass die sechs unter Denkmalschutz stehenden Gebäude der ehemaligen Reichspost nicht beliebig fortgeführt werden dürfen. Die BBIS möchte die Anzahl der Gebäude gerne auf acht erhöhen. Die Neubauten sollen durch einen vorgelagerten Wald verdeckt werden. Vom zukünftigen Eigentümer ist die städtebauliche Verträglichkeit des Hauses Nr. 8 nachzuweisen. Das Haus Nr. 5 soll als „kommunale Grundschule“ ausgewiesen werden.

Des weiteren soll auf dem ca. 18.000 m2 großen Waldstück, dass nun als Bauland ausgewiesen wird von der BBIS ein reales Baufenster festgelegt und die Nutzung definiert werden. Dabei ist die Verträglichkeit der Form mit der Topographie und der Siedlungsstruktur sowie mit einem Landschaftsgutachten nachzuweisen. Der 25 bis 30 m breite Waldgürtel, der das Baugebiet vom Ortszentrum trennt, soll nicht als Grünfläche, sondern als Wald ausgewiesen werden.

Im Gebiet der Waldorfschule sollen die so genannten privaten Grünflächen nicht als Teil des Schulgeländes ausgewiesen werden. Der Sportplatz ist in die Planung der Schulfläche mit einzubeziehen.

Des weiteren soll unter Berücksichtigung des städtebaulichen Zusammenhanges eine Wegführung innerhalb der Grünanlagen vorgesehen werden. Der Spandauer Teich, die Biotope und Naturdenkmale, die vorhandenen Eichen-, Linden- und Platanenalleen sollen in den Entwurf gut erkennbar einbezogen werden.

Am See soll das Recht der Allgemeinheit gesichert und landschaftsplanerisch die Wegführung festgelegt werden.

Die verkehrliche Erschließung wurde in dem Änderungsantrag noch nicht festgelegt Die Verkehrsplanung muss, im Interesse der Anwohner am Hochwald genau durchdacht werden. Schließlich müssen wir aus dem Verkehrsproblem Kiebitzberge lernen, so Kimpfel (FDP).