FDP: Bürgeranliegen auf die lange Bank geschoben
Verwaltung will keine Sonderschichten fahren!

Kleinmachnow · Seit Anfang des Jahres sucht ein Bürger die Unterstützung der Verwaltung. Es geht um die Blendwirkung eines Halogenstrahlers, der nachts von einem Privatgrundstück aus Passanten im öffentlichen Straßenraum anstrahlt, sobald sie in den Wirkungsbereich des dazugehörigen Bewegungsmelders geraten. Der partnerschaftlichen Dialog zwischen Fußgänger und Grundstückseigentümer brachte keine Lösung – die Bitte an die Verwaltung, dass diese sich dann des Problems annehmen möge, auch nicht. Immerhin könnte es hier um die Beeinträchtigung der Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs gehen, die eine Verwaltung zu sofortigem Handeln zwingen müsste. Nicht so in Kleinmachnow: Rund ein halbes Jahr nach der Bürgerbitte kam der Rat des Ordnungsamtes, doch einfach diesen Teil der Straße zu meiden. Ob es Blendwirkungen gebe, könne frühestens im kommenden Herbst festgestellt werden. Dann sei es nämlich schon während der Dienststunden des Amtes dunkel. Jetzt dagegen müssten für eine Überprüfung des Bürgeranliegens „Sonderschichten gefahren“ werden, und dies wolle sich, so berichtet die FDP-Fraktionsvorsitzende Dr. KORNELIA KIMPFEL, das Ordnungsamt offenbar nicht zumuten.

KIMPFEL ist, wie die anderen Fraktionsvorsitzenden auch, seit Juli ganz offiziell mit dem Fall befasst. Sie habe den Bürgermeister gebeten, das Vorgehen des Ordnungsamts zu überprüfen und sich der Sache nunmehr persönlich anzunehmen. Dies sei um so dringlicher, als die FDP bei einer Ortsbesichtigung zusätzlich festgestellt habe, dass die Betonfahrbahn der fraglichen Straße mit Löchern übersät ist. „Eine üble, hochgefährliche Fußfalle für Kinder, Erwachsene und Tiere“ sieht der FDP-Sachkundige MICHAEL LIPPOLDT in dieser Lochansammlung, die offensichtlich schon vor Wochen zur Baugrunduntersuchung oder anderen Zwecken hergestellt worden ist. Die Bitte an den Bürgermeister, sofortige Sicherungsmaßnahmen zu verfügen, sei am 28. Juli im Rathaus hinterlegt und – nachdem nichts geschehen sei – am Freitag dieser Woche wiederholt worden. Als Straßenbaulastträger hätte die Verwaltung längst handeln müssen, so die FDP.