Dreikönig 2007 Region Teltow
Politischer Jahresauftakt der FDP in Kleinmachnow

Kleinmachnow · Wie in jeder ersten Januarwoche trafen sich auch in diesem Jahr die Liberalen der Region Teltow aus Stahnsdorf, Teltow und Kleinmachnow zum alljährlichen Dreikönigstreffen. Und so folgten viele der geladenen Gäste, unter ihnen der Landesvorsitzende der FDP-Brandenburg Heinz LANFERMANN, der Bürgermeister von Stahnsdorf und der Kreisvorsitzende der FDP Potsdam-Mittlemark Rolf Hermann LÖHR, dem Ruf der FDP in das Kleinmachnower Restaurant Alfred´s am Rathausmarkt.

 

Rede des Kleinmachnower
FDP-Vorsitzenden Norbert Gutheins
zum Dreikönigstreffen 2007 der
FDP Ortsverbände Teltow, Stahnsdorf und Kleinmachnow
am 06.01.2006 im Restaurant Alfred´s in Kleinmachnow

Meine sehr geehrten Damen und Herren,

liebe Gäste und Parteifreunde,

ich begrüße Sie und freue mich, dass Sie zu unserem traditionellem Dreikönigstreffen so zahlreich gekommen sind. Turnusgemäß ist Kleinmachnow in diesem Jahr wieder mal der Ausrichter.

Die Rednerliste ist noch lang, ich werde mich daher auch kurz fassen, damit dass Bufett nicht kalt wird.

Wie immer haben wir auch heute wieder ein paar Gäste der Region unter uns, die ich besonders begrüßen möchte.

Es sind:

– Gerhard Enser
Bürgermeister von Stahnsdorf

– Wolfgang Blasig
Bürgermeister von Kleinmachnow ist leider nicht gekommen

– Thomas Schmidt
Bürgermeister der Stadt Teltow hat leider abgesagt

und

– Rolf Hermann Löhr
Kreis-Vorsitzender der FDP Potsdam-Mittlemark

– Heinz Lanfermann
Landesvorsitzender der FDP Brandenburg,

Es ist eben nicht nur zum Dreikönigstreffen äußerst schwierig alle drei Orte unter einen Hut zu bekommen.

Meine sehr geehrten Damen und Herren,

das Dreikönigstreffen ist traditionell die Veranstaltung, bei der man einen Blick nach hinten und einen nach vorne wirft. Und was genau dazwischen liegt, das ist die Gegenwart, die ist die Schnittstelle zwischen Vergangenheit und Zukunft. Und genau an solcher Schnittstelle befinden sich unsere drei Orte zur Zeit.

Ich habe mal meine alte Rede von vor 3 Jahren herausgeholt – damals ging es um die Anschaffung einer neuen Verwaltungssoftware in unserer Region – ein Ort hatte sich für eine andere Software entschieden, als die beiden anderen. Für mich stellte sich damals die Frage: “Tanzt da einer aus der Reihe oder sind es derer zwei?”

Die Antwort kam von Bürgermeister Enser, der schmunzelnd die Auffassung vertrat, wenn drei das gleiche tun, müssen sie noch lange nicht die gleiche Frisur tragen. Sicher müssen sie das nicht, das wäre aus liberaler Sicht auch nicht wünschenswert. Die Freiheit ist und bleibt unser höchstes Gut – Den Kopf sollten wir aber trotzdem ab und zu mal waschen. Und genau das wollen wir hier und heute tun, auch wenn es nicht um unsere Köpfe geht – genügend blau-gelbes Shampoo ist vorhanden.

Meine sehr verehrten Damen und Herren,

in den letzten Tagen wurde ich des öfteren gefragt, über was ich denn heute sprechen werde – ich antwortete immer wieder ganz arglos, na über die Elefantenhochzei. Doch irgendwann fragte ich mich selbst, wieso eigentlich Elfantenhochzeit? Den Begriff hast Du doch nirgendwo gelesen – und dann war mir klar, da bewegen sich zwei, wie die Elefanten im politischen Porzellanladen und der Dritte darf zum Schaufenster reinsehen.

Wie Sie sehen, die Zeiten haben sich geändert, die Probleme bisher aber nicht. Eine Ortsfusion ist eine solche Schnittstelle zwischen Vergangenheit und Zukunft. Hier kann es nicht nach Schönheit und Aussteuer gehen, hier geht es um politische Weitsicht und den langfristigen Zugewinn aus Verbesserung der regionalen Lebensqualität, der wirtschaftlichen Entwicklung und um eine gestraffte gemeinsame Verwaltung. Die Notwendigkeit eines solchen Zusammenschlusses haben wohl alle drei erkannt, da die KAT eben nur eine Arbeitsgemeinschaft ohne Beschlusskraft ist und bleibt. Die regionale Lage von Teltow, Stahnsdorf und Kleinmachnow, die defakto an Ihren Ortsgrenzen zusammengewachsen sind, gebietet diesen politischen Zusammenschluss förmlich.

Ich möchte es vorwegnehmen, die FDP Kleinmachnow hat sich auf der letzten Ortsverbandssitzung dafür ausgesprochen, dass eine Ortsfusion nur unterstützt wird, wenn diese mit allen drei Orten stattfindet. Eine Fusion kann nur dann klappen, wenn die Beteiligten, die das planen, nicht an ihren Stühlen kleben, sondern Visionäre sind.

Man muss sich darüber klar sein, danach gibt es nur noch einen Ortsnamen, nur noch einen Bürgermeister, aber auch in jeder Partei nur noch einen Ortsvorsitzenden. Wer hierbei nur auf die Erhaltung seines eigenen Posten schielt oder nur auf kurzfristige Fusionserfolge für seinen Ort, ist fehl am Platze.

Mit einem neuen Bürgermeister und neuen Parteivorsitzenden ist es einfach, die werden neu gewählt. Mit einem Ortsnamen ist es da vermutlich schon schwieriger. Ich persönlich könnte mir vorstellen, da Teltow die Stadtrechte besitzt, dass man dem neuen Gebilde den Namen Teltow gibt. Klein-Tel-Dorf wäre wohl nicht so passend.

Stahnsdorf und Kleinmachnow sind dann Ortsteile, so wie Steglitz-Zehlendorf ein Bezirk von Berlin ist. In den 20-iger Jahren hat es mit der Eingemeindung zu Groß-Berlin prinzipiell ja auch geklappt.

Wenn Sie einen Wilmersdorfer fragen wird er Ihnen antworten, er sei ein Berliner.

Nur mit den Spandauern sieht das ein bisschen anders aus, fahren die in die Spandauer-Altstadt, dann fahren sie in die Stadt, fahren sie zum Kudamm, heißt es: wir fahren nach Berlin.

Marion Vogdt, meine Stellvertreterin, hat vor ein paar Tagen einen sehr guten Vorschlag gemacht: die 3 FDP-Ortsverbände machen demnächst eine gemeinsame Ortsverbandssitzung und positionieren sich zu der “Hochzeit”. Von mir aus können wir noch heute einen Termin dafür ausmachen.

Dort kann sich dann jeder erheben und seine Einwände vortragen oder aber er möge für immer schweigen.

Im Sommer 2006 war die halbe Legislaturperiode um – Zeit für die SPD Kleinmachnow eine Halbzeitbilanz vorzulegen. Ich fand es schon äußerst bemerkenswert, was sich die Genossen da so alles an die Brust hefteten. Die Aufzählung der Details erspare ich Ihenn, Sie kennen sie ja.

Es dauerte auch nicht lange bis sich CDU und WIR dann zu Wort meldeten und die SPD zurechtstutzten. Bei den eigenen Erfolgsaufstellungen wurden dann aber auch nicht alle beteiligten Urheber namentlich genannt.

In diesem Zusammenhang möchte ich auch gerne der Presse nochmals mitteilen, dass es in Kleinmachnow weder eine CDU-Fraktion, noch einen CDU-Fraktionsvorsitzenden gibt, sondern vielmehr eine gut funktionierende CDU/FDP-Fraktion und einen CDU/FDP-Fraktionsvorsitzenden. Dies wird leider des öfteren nicht richtig dargestellt und entspricht weder den politischen Verhältnissen, noch den Pressemitteilungen der Fraktion.

Neuerlich will die SPD jetzt mehr Transparenz für die Bürger in Punkto der Entscheidungen der Gemeindevertretung und der Ausschüsse schaffen. Inwieweit bei der SPD mehr Transparenz mit der verrutschten Halbzeitbilanz in Einklang zu bekommen ist, erscheint mir mehr als fraglich.

Sollte es sich aber wider Erwarten bei der Transparenz um die Art von Transparenz handeln, die wir meinen und für die wir bei der Kommunalwahl angetreten sind, so hätten die Liberalen in Kleinmachnow eines ihrer wichtigsten Wahlziele erreicht.

Auch heute gilt: Die Fraktionsbildung mit der CDU ist für uns die richtige Entscheidung gewesen, um unsere Wahlziele umzusetzen.

Ich möchte mich an dieser Stelle bei Kornelia Kimpfel als liberale Gemeindevertreterin, aber auch bei Wolfgang Jordan als Kreistagsabgeordneten für ihre politische Arbeit und ihren Einsatz im letzten Jahr bedanken.

Was jetzt noch fehlt, werden Sie sagen, sind ein paar Worte zur Landes- und Bundespolitik. Ich will aber meinen Nachrednern nicht alle Themen vom Teller nehmen.

Heinz Lanfermann, unser Landesvorsitzender und Mitglied des Deutschen Bundestages wird sich dazu bestimmt noch umfangreich äußern.

Ich Danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit und wünsche Ihnen ein frohes und erfolgreiches Neues Jahr.

DREIKÖNIG 2007 REGION TELTOW IN DER PRESSE
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Historie des Dreikönigstreffen der Liberalen