CDU/FDP-Fraktion: Wo Grün draufsteht, ist nicht mehr Grün drin

Kleinmachnow · Trotz eines gegenteiligen Beschlusses ihrer Mitglieder hat die Vorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen in Kleinmachnow, Frau Nina Hille, in der Sitzung des Hauptausschusses am Montag, dem 08.11.2004, für die Erweiterung des Hornbach-Baumarktes gestimmt.

Diese Erweiterung vernichtet weitere Wald- und Grünflächen in Kleinmachnow, führt zu einer drastischen Erhöhung des Verkehrsaufkommens (der Markt rechnet mit bis zu 1000 Kunden pro Tag, die mit dem Pkw kommen) und macht den ursprünglich geplanten Bau der Radwegeverbindung nach Dreilinden aus Platzgründen unmöglich. Schutz von Grün, Erhaltung des Waldsiedlungscharakters, sichere Radwege für Kinder, für die Grünen alles kein Thema mehr. Statt dessen Commerz und Beton.

Ursprünglich grüne Forderungen werden heute nur noch von der CDU/FDP-Fraktion und der WIR vertreten, gegen die Stimmen der Grünen.

“Das ist deshalb ganz besonders ärgerlich”, meint Dr. Kornelia Kimpfel, die für die FDP in der Gemeindevertretung und im Hauptausschuss sitzt, “weil sogar aus den Reihen der SPD gegen das Vorhaben gestimmt worden ist und somit allein die Stimme von Frau Hille dafür gesorgt hat, dass sich die Lebensverhältnisse in Kleinmachnow weiter verschlechtern. Die Bewohner der zukünftigen Siedlung zwischen Stolper Weg und Stahnsdorfer Damm werden nun als Nachbarn den Baumarkt mit seinen Parkplätzen und bis zu 1000 Pkw-Kontakten pro Tag, auch am Samstag, bekommen.”
CDU und FDP haben sich im Wahlkampf und in ihrem Koalitionsvertrag darauf festgelegt, dass Gewerbeansiedlungen dieser Größenordnung außerhalb des jenseits der Autobahn belegenen EUROPARK in Kleinmachnow nicht mehr vertretbar sind.

“Wir stehen zu unseren Wahlaussagen und vertreten dabei die Mehrheitsmeinung unserer Basis”, so Dr. Kimpfel für die CDU/FDP-Fraktion.